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Ich sage es mit Wasser

3. Oktober 2019

Ich sage es mit Wasser

3. Oktober 2019 Katharina 3 Min. Lesezeit

Hallo, wie schön, dass ihr da seid. Heute sehen wir uns zwei Bilder von Antonio Mora an, die uns ans Wasser führen.

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Wann warst Du das letzte Mal an einem See oder am Meer? Jetzt kommen Erinnerungen bei uns auf. Doch was für Bedeutungen hat das Wasser in den Porträts von Antonio Mora? Lass uns dies zusammen mit den folgenden Fragen erkunden:

  1. Was sehen wir in den Porträts?
  2. Welche Gefühle verbinden wir mit Wasser, mit dem Meer?
  3. Was sagen uns die Frauen in den Porträts?

Was sehen wir in den Porträts?

Antonio Mora Porträt Wasser Frau See Ruhe
Sister, Antonio Mora

In ‚Sister‘ blickt uns eine Frau an. Ihre Augen liegen genau auf der Horizontlinie. Ab da scheint sie mit dem Himmel zu verschmelzen. Im Vordergrund aber steht sie vor einem See. Oder lässt sie sich langsam in ihn fallen? Ich finde, es ist nicht einfach zu bestimmen, wo die Frau im Verhältnis zum Wasser steht, was meinst Du? Aber vielleicht soll das auch offen bleiben. Denn so wirkt es, als ob die Frau nach und nach eins mit der Landschaft wird.

Antonio Mora Porträt Wasser Sturm Meer Frau
Aquarida, Antonio Mora

Auch in ‚Aquarida‘ sehen wir Wasser. Der See ist hier ausgetauscht durch tosende Wellen.

Sie kommen von links und bewegen sich unter einem wolkenverhangenen Himmel nach rechts. Am Ende der Wellen ist eine Frau. Sie geht nicht in die Natur über sondern scheint fast aus den Wellen hervorzukommen. Oder wird sie eher von ihnen eingeholt, was denkst Du? Ich weiß es nicht.

Aber was wir sagen können, ist, dass in beiden Bildern die Frauen nicht an die Natur denken, so wie wir es aus anderen Bildern von Antonio Mora kennen. Sondern sie sind ein Teil der Natur, des Wassers.

Welche Gefühle verbinden wir mit dem Wasser, mit dem Meer?

Wenn Du die Augen schließt und an den See, an die Wellen aus Antonio Moras Bildern denkst, was fühlst Du dann? Bei dem See vielleicht: Stille, Ruhe, Einklang mit der Natur. Und bei einem Meer mit Wellen: Aufruhr, Tosen, Aufregung.

Öffnen wir die Augen, dann sehen wir, unsere Gefühle passen zu dem, was wir in Moras Porträts sehen. Mit dem See und den tosenden Wellen vermittelt uns Mora die Gefühle, die wir mit dem Wasser verbinden. Doch geht es hierbei nur um uns? Nein. Denn der See, das Meer, gehören zu den beiden Frauen.

Was sagen uns die Frauen in den Porträts?

Frau See Ruhe Stille Porträt
Sister,
Antonio Mora

Kennst Du die Augenblicke, in denen Du dich nach einem ruhigen Ort sehnst? Ein Ort, an dem Du einfach sein kannst, ohne alle die Geräusche der Sorgen um Dich herum?

Frau Meer Porträt Wellen Gischt
Aquarida, Antonio Mora

In ‚Sister‘ zieht die Frau sich zurück. Sie wird eins mit der Natur, mit dem See. Sie taucht in die Ruhe und in die Stille ein. Seht her, scheint sie uns zu sagen, ich verschwinde. Sucht mich nicht, ihr wisst wo ich bin. Ganz anders könnte es bei der Frau in ‚Aquarida‘ sein.

Sie wird von etwas Aufregendem eingeholt oder kommt aus ihm hervor. Sie bleibt stehen, lässt die Wellen um sich tosen. Dadurch wirkt sie stark. Seht her, könnte sie sagen, etwas Aufregendes umgibt mich, aber ich habe keine Angst. Ich stehe fest bei mir und werde von den Wellen nicht umgeworfen.

Wir erinnern uns an Augenblicke am Wasser, wir fühlen, wie die Bewegung oder Stille des Wassers wie ein Sinnbild für unser Leben, für ein Gefühl sein kann. Und wir sehen bei Antonio Mora wie die Frauen uns etwas mit Wasser, mit dem ruhigen See und dem tosenden Meer, über sich sagen. Manchmal braucht es keine Worte, sondern einfach nur Bilder und unsere Augen, die sie ansehen.

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